Das Pinksterevenement (3.-5.6.2017)

Da in Deutschland für das Pfingstwochenende keine Regatta ausgeschrieben war beschlossen wir recht spontan mit 4 Crews zum Pinksterevenement nach Sneek zu fahren. Am Freitag ging es dann auch schon los. Die Anreise gestaltete sich recht schwierig. Auf nahezu allen Autobahnen war Stau angesagt, weshalb die Team die Nachmittags anreisen wollten zwischen 5 und 7 Stunden Fahrt hinter sich hatten, als sie abends um 8 Uhr endlich die Anhänger auf dem Platz des KWS abstellen konnten. Dann hieß es schnell zum Campingplatz, denn die Rezeption hatte nur bis 20 Uhr geöffnet. Nach dem Aufbau konnten wir dann den Abend ruhig ausklingen lassen.


Am nächsten morgen hieß es früh aufstehen. Die Boote mussten noch zum Teil aufgebaut werden und zwischen 9 und 10 musste man am Starttower melden. Am Starttower angekommen wurden wir sehr nett begrüßt und unsere Meldung entgegengenommen. Im Anschluss wurden wir eingeladen doch noch eben an den Booten der Niederländer vorbei zu gehen und Hallo zu sagen. Aufgrund der wenigen Zeit bis zum Start verschoben wir das jedoch auf den Abend. Zurück am Campingplatz war es auch schon an der Zeit sich umzuziehen und auszulaufen. Auf dem Wasser waren wir mit die ersten am Startschiff. Nach und nach kamen auch die anderen Wettstreiter und begrüßten uns. Die ersten Startversuche brach die Wettfahrtleitung dann mit einer Startverschiebung ab, da der Wind immer wieder leicht drehte. Auf den unseren Revieren wären wir mit den Bedingungen zwar mehr als zufrieden gewesen, aber auf dem Sneekmeer sind die Bedingungen nun mal in der Regel besser. Zwischen den Startversuchen verholte sich das Startschiff immer wieder und wurde dabei von einer Traube Boote begleitet. Zudem wurden durch die Lautsprecheranlage immer wieder Musik oder Filmzitate abgespielt, was zumindest anfangs zu ein wenig Verwunderung unsererseits führte. Nach 6 oder 7 abgebrochenen Startversuchen, schickte uns die Wettfahrtleitung vorerst wieder in den Hafen. Wir nutzen die Zeit, um am Starteiland anzulegen und uns ein wenig stärken. Dort trafen wir auch auf Knut Belling, der auf einer Vereinsfreizeit in Sneek unterwegs war. Gegen 15 Uhr ging es dann wieder los. Nachdem die Schakel-Klasse bereits gestartet war, drehte der Wind jedoch wieder und die nachfolgen Starts wurden erneut verschoben. Die Wettfahrt der Schakel-Klasse wurde abgebrochen und die Startlinie erneut verlegt. Dieses Mal sollte der Wind endlich stabil bleiben und so kamen wir gegen 18:30 Uhr, nach 3 sehr ordentlichen Wettfahrten wieder an Land. Für 19 Uhr waren wir auf dem Starteiland zur Happy Hour eingeladen. Bei uns wurde es dann jedoch eher halb acht, bis wir aufbrachen. Die Happy Hour bestand aus dem Abendessen, kleinen Snacks und Getränken bis zum Abwinken. Da die Sitzplätze vor dem Roerkoning bereits besetzt waren machten wir kurzerhand einen Sitzkreis am Wasser auf. Nach und nach wurde der Sitzkreis größer, da sich auch allerhand einheimische Segler zu uns gesellten. In unmittelbarer Nähe konnten wir beobachten, wie die jüngeren Segler sich an einem Seil, welches vom Kran hing, so lange wie möglich versuchten festzuhalten, bevor sie dann ins Wasser fielen. Für die Unterhaltung war also auch gesorgt. Nachdem die Happy Hour zuende war, wurden wir von die niederländischen Seglern noch auf ein Bier eingeladen. Da wir inziwschen jedoch eine solch große Gruppe waren, dass wir nicht alle auf eine Segeljacht passten, wurde erneut ein Lager auf dem Boden aufgeschlagen und so verging der Abend dann wie im Flug. Da die Fähre ihre letzte Fahrt um 22 Uhr hatte wurden wir im Anschluss noch von Tim und Daan zurück zum Campingplatz chauffiert. Besten Dank auch nochmal dafür!
Am Sonntag standen dann 3 Läufe auf dem Programm. Um 10:10 Uhr wurden wir bei stabileren und stärkeren Winden pünktlich gestartet. Nachdem die Läufe 4 und 5 dann gesegelt waren, ging es bei schönsten Winden zu einer Mittagspause an Land. Im Roerkoning wurden wir mit einem kleinen Mittagessen und Getränken versorgt, bevor dann das Startschiff zum auslaufen rief (Dieses mal mit dem Banana-Song der Minions). Zum dritten Lauf des Tages frischte der Wind erneut ein wenig auf. Leider beendeten den Lauf nur 2 von 4 Deutschen Startern, allerdings nur aus Vorsicht. Bis zum Abendprogramm auf dem Starteiland hatten wir noch ein wenig Zeit und so gab es am Zeltplatz ein Abendessen, bestehend aus Pommes, Kroketten, Frikandel spezial und den ein oder anderen niederländischen Spezialitäten. Um 19 Uhr machten wir uns dann auf dem Weg zum Restaurant auf dem Starteiland, um uns die Mini-Playbackshow anzusehen. Bereits am Vortag waren wir gewarnt worden, dass in diesem Jahr die männlichen Vaurien-Segler ein Werbevideo nachspielen wollten und wir darin involviert seinen. Daher hatten wir ein kleinwenig gemischte Gefühle. Die Show bestand zunächst aus auftritten der jungen Flits-Segler, welche zu (teilweise auch uns) bekannten Liedern, performten. Ungefähr in der Mitte gab es dann eine kleine Pause, um sich ein wenig zu stärken. Am Ende des 2. Teils waren dann die Schakel, Vaurien und Eltern der Flits an der Reihe. Zum Glück mussten wir dann doch nicht mit auftreten. Insgesammt hatten wir, auch wenn man uns die Müdigkeit eher ansah auch in der Show unseren Spaß. Nach der Show wurde schnell eine Tanzfläche frei geräumt und obwohl wir fest entschlossen waren nicht allzu spät ins Bett zu kommen, hielten wir bis zum Ende der Party aus. Auch das war nur möglich, da die letzte Fähre zum Festland ein wenig auf uns wartete. Auch dafür nochmal Danke.
Am Montag morgen bließ dann ein noch ein wenig stärker Wind und wir dikutieren viel, ob wir versuchen sollten zu starten. Die Entscheidung fiel schließlich auf Nein. Zum einen, da wir das Material nicht unnötig auf die Probe stellen wollten (wir hatten noch den Satz der Wettfahrleitung von den Vaurien Worlds im Kopf „Wir starten alles bis 25 Knoten Wind. Was auf der Bahn passiert beeinflussen wir dann nicht mehr“) und zum anderen, da wir noch die Dauer der Hinfahrt im Kopf hatten und bei Zeiten zuhause sein wollten. So bauten wir also in aller Ruhe ab und machten uns nach einem letzten gemeinsamten Essen gegen Mittag auf den Weg nach Hause. Zuhause bekamen wir dann mit, dass auch die niederländischen Teams nicht mehr in voller stärke angetreten waren, was unsere Entscheidung nur noch einmal bestätigte. Sieger wurden Angela Brandsma und Daan Stoel. Die Gesamtergebnisse gibt es hier.
Ein Dank geht an alle Segler, die uns so herzlich empfangen haben und an die Niederländische Vaurien KV für die Einladung.