German Open 23

Hallo zusammen, hier schreibt wiedermal euer CHRONIST der Vaurien Flotte.

Ich sehe euch schon grinsen.

Denn durch verschiedene Ereignisse bin ich davon abgehalten worden, einen dritten Platz zu machen.

In Essen zur „Auftakt“ hatten wir Hochwasser, in Liblar räumte ich einen „Mitstreiter“ dermaßen gründlich von der Startlinie ab, dass ich aus sportlichen Gründen nicht weiterfahren konnte (Asche über mein Haupt).

Auch zum Möhne-Pokal sollte es nicht reichen, da war ich eindeutig zu langsam.

Aber der fünfte Platz im ersten Lauf sollte doch auch reichen, nicht schreiben zu dürfen. Nach kurzem Sinnieren fiel mir auf, dass die ausländischen TeilnehmerInnen sämtlich vor uns waren. Merde, dritter Platz der deutschen SeglerInnen. Haha.

Die Anzahl der teilnehmenden Boote war, wie im Vorjahr, 20 Boote aus vier Nationen. Vier Nationen, genau, denn meine 11jährige Vorschoterin Xanthia hat die doppelte Staatsbürgerschaft inne. Da die meisten Vereine keine GB-Flagge besitzen, brachte sie ihre eigene mit. Ansonsten kamen die StarterInnen aus den diversen Ecken Deutschlands (Hamburg, Potsdam und Süddeutschland).

Abgesehen von den Kurzurlaubern, welche vor Ort geblieben waren, reisten die Allermeisten schon am Mittwoch an. Donnerstag kam die übliche Geschäftigkeit auf. Aufbau, Selbstkontrolle zur WM-Vermessung und Anmeldung standen an. Nach der üblichen Rede zu Beginn einer Meisterschaft, sowie der Steuermann/frau-Besprechung ging es endlich auf das Wasser. Es wurde angekündigt, dass bis zu fünf Wettfahrten am Tag gefahren werden sollten. „Hallo, ich glaube es hackt. Ich habe ein Leichtgewicht an Bord und draußen waren satte vier Windstärken“. Okay, erst einmal eingrooven und sehen, was geht. Und siehe da, es ging. Der Wind war optimal, ich empfand, keine Seite des Kurses war benachteiligt. So war die Taktik „Weg vom Pulk, ausreiten und den Lumo laufen lassen“ meist von Erfolg gekrönt. (Aussage von Xanthia: „Ich liebe die Möhne.“)

Ohne, dass ich nun die einzelnen Läufe beschreibe, kann ich sagen, dass sich zwischen den ersten sechs Booten mega spannende „Duelle“ ergaben. Zwischen den Läufen und an Land bestätigten wir einander, wie toll es war. Unsere Freunde aus den Niederlanden, Georg samt Crew als auch Martin mit Ann-Kristin mussten sich schon gewaltig anstrengen um die „Verfolger“ auf Distanz zu halten.

Ähnlich erging es dem Mittelfeld. Auch hier kam es zu spannenden Läufen. Aber es waren nicht alle zufrieden, denn gerade die aufstrebende NachwuchsseglerInnen hatten sich wohl mehr erhofft. Denn am vorherigen Wochenende waren sie weiter vorne. Ihre Zeit wird kommen.

Zu Protesten kam es nicht, da die SeglerInnen sich selbst reglementierten, wenn auch manchmal erst mit Nachdruck.

Am Abend kam es in der entstandenen „Wagenburg“ zum gemeinsamen Abendessen samt Umtrunk. Dabei wurden die Vorkommnisse des Tages, samt Tipps für die Fortgeschrittenen besprochen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde das Boot von Georg mit den Luftballons ‚7‘ und ‚0‘ dekoriert. Denn Georg Riffeler feierte seinen 70. Geburtstag am Samstag. Am Nachmittag lud er uns SeglerInnen zu einem kleinen Umtrunk ein. Nach einigen Reden und Lobliedern begaben wir uns zum Dinner des Yachtclub Westfalia Arnsberg. Dieses endete in einer gemeinsamen Tanzveranstaltung, welche unterbrochen wurde wegen einer Beschwerde eines Anwohners. Dieser pochte doch tatsächlich darauf, nun endlich schlafen zu dürfen. Er/sie hatte natürlich Recht.

Leider trafen die Windvorhersagen zu, so dass es am Sonntag zu keiner Wettfahrt kam. So blieben Xhantia und ich knapp hinter Georg und Harry auf Platz 4.

Der zweite Platz ging an Martin und Ann-Kristin und der verdiente erste Platz an Jurgen und Amarens Roman. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger!

Im Namen aller SeglerInnen der AS-Vaurien möchte ich mich bedanken für die Ausführung und Gastfreundschaft, die uns zu Teil wurde.

Allerdings empfand ich die Schlussrede des Präsidenten als arrogant. Mit dem Hinweis, er als guter Segler in der H-Boot- Klasse, könne beurteilen, dass das Starten der Vaurien nicht so gut gewesen sei. Dies mag zwar sein, aber in einer Schlussrede gehört sich das nicht. Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Herrn im nächsten Jahr, darauf anzusprechen. Haltet mich fest!!!!

Mit den allerliebsten Grüßen

Bruno

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